Rumänien und Bulgarien. 2007 oder 2008 wird es also soweit sein - mit der Vertragsunterzeichnung ist nun die größte Angst, zumindest die der Rumänen, vorbei.
Man kann nur hoffen, dass die Reformanstrengungen in diesen Ländern nicht nachlassen. Viel ist zu tun, um die tägliche Korruption in diesen Ländern auf ein weniger tägliches und weniger sichtbares Niveau zu bringen. "Für die Erweiterung war die Zeit noch nicht reif", gerade ein O-Ton im öffentlich-rechtlichen Frühstücksfernsehen, "wir hätten bei Kern-Europa bleiben müssen". So wohl die allgemeine Stimmung in Frankreich, einem Land, in dem der öffentliche Diskurs um die Zustimmung zur europäischen Verfassung gerade besonders intensiv geführt wird.
"Diese Verfassung ist zu liberal". Der Liberalismus als Buhmann?
Ob angesichts dieser Ängste die Vertragsunterzeichnung mit den beiden bisherigen Beitrittskandidaten nicht etwas schlecht getimed war? Fürs Timing hatten die Politiker der EU jedenfalls aus ökonomischer Sicht oft kein besonders gutes Händchen: Zehn neue EU-Staaten auf einmal, und unvermeidbare Aufprallschmerzen im Westen nur gelindert durch seltsame und kaum zu vermittelnde Sonderregelungen, wie z.B. für die zu Recht gefürchtete Arbeitnehmer-Zuwanderung aus dem Osten. (Faktorfreiheit selektiv - ahem!)
