//Weihnachtszeit, Gewürzzeit.// Was wäre die kalte Jahreszeit, was wäre Weihnachten ohne diesen typischen Duft, den typischen Geschmack?
Hier haben wir Euch ein paar Informationen zu sieben ganz typischen Weihnachtsgewürzen zusammengestellt. Solche //Key Facts// sind ideal, um auf dem Weihnachtsmarkt beim dritten Glas Glühwein (auch typisch!) mit völlig unnötigem Wissen angeben zu können (für manche typisch). :-)
Anis erinnert an //Lakritz//. Er sorgt z.B. für den typischen Geschmack von Ouzo, Sambuca und Absinth. Vom Geschmack ähneln insbesondere Fenchelsamen und Sternanis. Letzterer ist nicht weiter mit dem Echten Anis verwandt.
Kakaopulver wird aus den fermentierten, getrockneten und anschließend gerösteten Samen des ursprünglich südamerikanischen Kakaobaums gewonnen. Für die Küche wird meist schwach entöltes Kakaopulver (mind. 20% Fettgehalt) verwendet. Kakao enthält mit Theobromin und Koffein anregende Bestandteile.
Kardamom. Es gibt //zwei Sorten// von Kardamom: Der //schwarze// und der //grüne//. Beide gehören botanisch zu den Ingwerartigen, sind aber unterschiedliche Gattungen. Der grüne ist häufiger in den Läden zu finden und vielseitiger zu verwenden. Er stammt ursprünglich aus Südindien, während der schwarze aus der Himalaja-Region kommt. Als eigentliches Gewürz verwendet man jeweils die getrockneten Samen. Zerstoßt die Kardamomkapseln nach Möglichkeit selbst, statt fertiges Pulver zu verwenden. Das typische ätherische Öl ist nämlich sehr flüchtig. Der grüne Kardamom hat einen eher würzigen Geschmack, der schwarze eher einen herben.
Muskat stammt von den Früchten des ursprünglich indonesischen Muskatnussbaums. Die Muskatnuss ist der Kern der eigentlichen Frucht. Auch deren Fruchtfleisch kann in der Küche verarbeitet werden. Der ätherischen Öle zuliebe sollte Muskat stets frisch gerieben verwendet werden. Dafür gibt es sogenannte Muskatreiben. Man kann allerdings auch mit einem scharfen Messer etwas Muskatpulver abschaben. Die Alternative ist, Muskatöl zu verwenden. Damit lässt sich die geschmacklich gewünschte Wirkung am nachvollziehbarsten einstellen.
Bei Nelkenpulver handelt es sich um die feingemahlenen getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums. Das Gewürz stammt ursprünglich aus dem heutigen Indonesien. Nelkenpulver hält sich relativ lange im Schrank. Verschließt es luftdicht und möglichst lichtgeschützt, um die ätherischen Öle zu schonen. Übrigens: Die Blumen gleichen Namens wurden nach dem Gewürz benannt, nicht umgekehrt. "Schuld" daran ist der an Gewürznelken erinnernde Duft der Blumenblüten.
Piment ist die halbreif geerntete und getrocknete Frucht des Baums gleichen Namens. Er stammt aus der Karibik. Geschmacklich ist er //nah an der Nelke//, aber schärfer. Daher auch der alternative Name //Nelkenpfeffer//. Piment wird nicht nur in der Weihnachtsbäckerei eingesetzt, sondern auch zum Würzen von Fleisch und Wurstwaren. Zurückhaltend verwenden!
Zimt wird aus Teilen der getrockneten Rinde des Zimtbaumes (Ceylon-Zimt, billiger: Cassia-Zimt) hergestellt. Meist kommt er gemahlen in den Handel, manchmal aber auch als Stange. //Zimtöl// hingegen wird als Beiprodukt der Zimtherstellung oder aus anderen Teilen des Zimtbaumes gewonnen. Der Ceylon-Zimtbaum stammt ursprünglich aus Sri Lanka (früher: Ceylon) und ist ein Lorbeergewächs.
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//Das war ein Beitrag für das Adventsbloggen 2012. Teile habe ich schamlos aus dem Glossar [http://www.amazon.de/dp/B00AAQVYTU unseres Waffel-eBooks] übernommen. Kaufen! Kaufen! Kaufen! (Oder so.) //
