Letztes Jahr im April schrieb ich noch über den [http://klumpp.net/blog/archives/422-ISO-27001-Der-Weg-bis-zum-Auditor.html dreigeteilten ISO 27001-Zertifizierungsweg] für Personen. Damals hatte ich gerade meine ISO 27001-Foundation-Zertifizierung erhalten. Eineinhalb Jahre später habe ich nun die Zeit aufgebracht, den zweiten Schritt zu gehen: Ich bin jetzt //ISO 27001 Professional,// oder wahlweise auch //Information Security Officer nach ISO 27001// (ISO). Damit ist ein Kompetenzniveau bestätigt, auf dem man **Informationssicherheit-Managementsysteme** (Information Security Management Systems, ISMS) **planen, aufbauen, betreiben und verbessern** kann.
Wer sich ein bisschen reinhängt und mit iterativ-inkrementellen Ansätzen vertraut ist - Stichwort: //Plan-Do-Check-Act// - wäre prinzipiell auch ohne diese Ausbildung dazu in der Lage. Natürlich. Der Trick mit der Zertifizierung besteht darin, dass man eben besonders für ein ISMS //nach ISO 27001// ausgebildet wurde. Hält man sich als Unternehmen an die besagte Normenfamilie, braucht man einerseits an vielen Stellen das Rad nicht neu zu erfinden. Andererseits sorgt man damit auch für eine Vergleichbarkeit der ISMS untereinander, immerhin sind sie quasi Arbeitsergebnisse. Nicht zuletzt freut sich das Management, dass sie nachweislich "die richtigen Leute" an das Thema gelassen haben. Wobei — vielleicht verfliegt die Freude, sobald die Kollegen hören, dass auch sie bei ISO 27001 kräftig mitziehen müssen... immerhin ist es ja ein //Management//-System!
Zwischenzeitlich hat sich der TÜV übrigens als Personen-Zertifizierungsstelle aus dem Geschäft zurückgezogen. Die [https://ico-cert.org/ ICO-CERT] übernimmt bei den meisten Schulungsanbietern nun die Zertifizierung. Es werden Euch daher in der Praxis Leute unterkommen, die unterschiedliche Aussteller für ihre beiden Zertifizierungen haben.
Mir hat der Zertifizierungskurs in München Spaß gemacht: //Gute// Leute getroffen, und //gute// Referenten abbekommen. Der Stoff war nicht ohne Anspruch, aber wichtiger als der war mir der praxisnahe Austausch mit den Kollegen. Die Woche war sehr intensiv.
Das Thema insgesamt macht mir jedenfalls Spaß, und vielleicht setze ich ja noch meine Auditor-Ausbildung oben drauf. Das wäre der letzte und anspruchsvollste Zertifizierungsschritt. Als Auditor bewertet man die Wirksamkeit eines ISMS und dessen Maßnahmen. Für einen freiberuflichen Berater ist diese Zertifizierung daher vielleicht garnicht so verkehrt. Immerhin kann man seinen Kunden damit bei der Vorbereitung zu einem Zertifizierungsaudit helfen.
**PS: [http://klumpp.de/nick/ Ihr könnt mich natürlich schon jetzt für Eure ISO 27001-Projekte anheuern.] :-)**
Saturday, 9. December 2017
ISO 27001: Nick, der Professional
Saturday, 2. December 2017
Was ich derzeit über Patreon unterstütze
[http://klumpp.net/blog/archives/467-Ade-Flattr,-hallo-Patreon..html Neulich habe ich über meine ersten Erfahrungen mit Patreon geschrieben.] Hier noch für die Nachwelt einen Überblick, welche Projekte ich derzeit über die Plattform unterstütze:
Curious Droid (Paul Shillito), YouTube-Show //Der Macher dieser Videoreihe teilt seine Vorliebe für die Luft- und Raumfahrt. Geschichte und Zukunft, Obskures und vermeintlich Bekanntes - kurzweilig aufbereitet, gut für die Allgemeinbildung.// Website: http://curious-droid.com/ YouTube: https://www.youtube.com/channel/UC726J5A0LLFRxQ0SZqr2mYQ Patreon: https://www.patreon.com/curiousdroid
Fully Charged (Robert Llewellyn), YouTube-Show //[https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Llewellyn Robert Llewellyn] mag dem einen oder anderen vielleicht bekannt vorkommen - da war doch irgendwas mit so einer obskuren britischen Comedy-Sci-Fi-Serie namens //Red Dwarf//... Seit Jahren ist Robert allerdings auch als //Evangelist// für die Energiewende unterwegs. Sein Hauptaugenmerk ist dabei die Elektromobilität im weitesten Sinne. Kompetent, charmant, britisch zurückhaltend.// Website: http://www.fullychargedshow.co.uk/ YouTube: https://www.youtube.com/user/fullychargedshow Patreon: https://www.patreon.com/FullyChargedShow
MobileTechReview (Lisa Gade), YouTube-Show //Lisa ist Betreiberin und Chefredakteurin einer Review-Website. Ich habe sie über YouTube gefunden und folge ihr auch nur dort. Sie macht kompetente Hardwaretests, und ist ausgemachte Kennerin der Thinkpad-Laptop-Reihe. Markenzeichen ihrer Videos ist, dass Geräte, die zu öffnen sind, auch wirklich geöffnet werden - sehr oldschool. Toll.// Website: http://www.mobiletechreview.com/ YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCW6J17hZVgr6cQgdkHt5A Patreon: https://www.patreon.com/mobiletechreview
Stay Forever, Podcast //Zwei alte Männer reden über alte Spiele. Einer von den Dreien lebt sogar in Karlsruhe! Schön vorbereitete, kompetent recherchierte Zwiegespräche. Viele Dinge, die man "damals" miterlebt hat, bekommen hier einen neuen Kontext.// Website: https://www.stayforever.de/ Patreon: https://www.patreon.com/stayforever
Trekspertise, YouTube-Show //Es ist zwar vielleicht nicht das Trek, das wir uns erhofft haben, aber es ist das beste Trek, das wir kriegen konnten: //Star Trek Discovery.// Trekspertise ist vor allem eine Sammlung von unaufgeregten, hintergründigen Filmessays rund um die einzelnen Folgen der neuen Star-Trek-Serie.// Website: http://www.trekspertise.com (leitet auf den YT-Channel weiter) YouTube: https://www.youtube.com/user/neoteotihuacan Patreon: https://www.patreon.com/trekspertise
Wenn ich mir die Liste so ansehe, finde ich auch interessant, was da drauf //fehlt:// Ich glaube, ich lasse mich schwer von einer Unterstützung per Patreon überzeugen, wenn das "freie" Angebot genau das zu sehr pusht. Vielleicht liegt das daran, dass ich nicht //upgesellt// werden mag, sondern einfach eine gute Sache und ihren Weiterbestand unterstützen möchte. Insofern würde ich Schaffende natürlich ermuntern, zusätzliche Inhalte bereitzustellen, etwa wenn durch die Unterstützung der Patreons eine gewisse Einnahmenschwelle überschritten ist. Aber einen gefühlten Überhang von exklusiven Inhalten nur für Patrons finde ich dann doch eher abstoßend - gerade wenn es dann um Beiträge von //fünf// Dollar pro Monat oder mehr geht. Sicher ist es nicht leicht, hier die richtige Balance zu finden. Für mich machen das aber die Jungs von Stay Forver beispielhaft gut.
Nunja. Was Kleinbeträge angeht, ist Patreon zumindest für mich auf absehbare Zeit die praktische Alternative zum bedeutungslos gewordenen Flattr. Auch datenschutztechnisch fühle ich mich besser aufgehoben, wenn nicht unter jedem Inhalteschnipsel im Web gleich ein Stück JavaScript mit was-weiß-ich-was-für-einer-Datensammlung getackert ist. Spätestens der Eigentümerwechsel von Flattr sollte in dieser Hinsicht jedem Nutzer nochmals einen Denkanstoß geben. [https://www.heise.de/newsticker/meldung/dmexco-Adblock-Plus-steigt-in-Werbevermarktung-ein-3322226.html Flattr-Neueigentümer Eyeo hat sicher seine eigenen Pläne.] Andererseits zeigt Patreon die klassische //Daten-Unbesorgtheit// eines US-Westküsten-Jungunternehmens. Zumindest auf der Website des Unternehmens sollte man daher mit den üblichen Sicherheitsmaßnahmen unterwegs sein: Etwa [https://de.wikipedia.org/wiki/UBlock_Origin uBlock Origin] und ein fein angepasstes [https://de.wikipedia.org/wiki/NoScript NoScript]-Profil.
Natürlich gibt es auch außerhalb von Patreon, Flattr & Co. gangbare Möglichkeiten, ein Projekt regelmäßig zu unterstützen. Der gute alte Dauerauftrag ist innerhalb Europas eine echte Alternative. Auf diese Weise unterstütze ich schon eine ganze Weile Öffi: Für mich ist das nämlich [https://offi.schildbach.de/index_de.html die nützlichste App] auf meinem Handy. Der Vorteil einer Überweisung ist, dass hier abseits der Kontoführung keine besonderen Transaktionskosten anfallen - das Geld kommt quasi 1:1 beim Schaffenden an. Also ganz ohne Plattform, die sich etwas mitschneidet.

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