In den letzten zwölf Monaten habe ich gute 25kg abgenommen. Man hat mich immer wieder gefragt: "Wie schafft man das denn?" Das ist eine gute Frage, die mich selbst lange genug beschäftigt hat. Deswegen auch endlich mal ein Blogeintrag dazu.
Also, wie schafft //man// es denn? Ich kann eigentlich nur sagen, wie //ich// es hinbekommen habe. Jeder hat nämlich seinen eigenen Weg, der für ihn passt. Was für mich heute funktioniert, muss für jemand anderen morgen nicht auch richtig sein. Ich finde, das ist eine überaus wichtige Erkenntnis. Sie nimmt einem viel Druck.
Grundsätzliche Gedanken, bevor man loslegt:
* Bin ich gesund genug? Ein erster Besuch beim Hausarzt rechtzeitig VOR dem Abnehmen schadet nicht, gerade wenn es um mehr als nur drei, vier Kilo geht.
* Warum bin ich eigentlich zu dick?
* Weswegen will ich denn eigentlich abnehmen?
Einsicht und Motivation sind also wichtig. Aber auch Nachsicht. Nachsicht?
Gerade wenn man nämlich ordentlich Pfunde loswerden will, geht es um eine deutliche Verhaltensänderung, und zwar über längere Zeiträume - möglichst dauerhaft. Zwangsläufig erliegt man immer wieder irgendwelchen Versuchungen oder gar dem sozialen Druck. Der Klassiker: "Gruppenkeile", wenn man bei McD die Fritten nicht mitmampft.
Wegen solcher "Ausrutscher" muss man sich selbst gegenüber nachsichtig sein. Denn sie gehören dazu - und es fällt mit der Zeit leichter, sie sich auch zu gönnen:
Das Gewicht morgen oder übermorgen ist nämlich so gut wie egal.
Wieso?
Weil das Abnehmen als solches einfach ist:
Langfristig mehr Kalorien verbrauchen als aufnehmen.
Anders gesagt: Entweder mehr Bewegung bei gleichen Kalorien oder weniger Kalorien bei gleicher Bewegung. Langfristig.
Welcher Diät- oder Sport-Ideologie man dabei anhängt, ist letztlich egal. Der Arzt, der Körper und der Geschmack müssen damit einverstanden sein.
Ich selbst esse, was mir schmeckt. :-) Ich mag gutes Essen einfach zu sehr. Das richtige Maß ist gefragt: Energiegehalt, Ballaststoffe, Obstportionen & Co. Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür.
Und das mit Sport ist so eine Sache. Sport alleine zu treiben ist nicht mein Ding. Dennoch habe mir inzwischen eine Kombination von einfachen Kraftübungen und Fahrradtrainer entwickelt. Das passt morgens und abends gut in meinen Alltag - und macht mittlerweile sogar Spaß.
Zur Erfolgskontrolle verwende ich übrigens eine kleine App und wiege mich jeden Morgen. Das gleicht statistische Ausreißer aus, erspart mir das Kalorienzählen, für das ich eh zu faul wäre, und ist nur in den ersten Wochen etwas ungewohnt.
Zusammengefasst: Nicht übertreiben, Maß halten. Bewusster essen, langfristig denken. Sich nicht knechten. Hausarzt mit einbeziehen. "Ausrutscher" einplanen - und genießen.
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