Hab ich mich ertappt und argumentiert: Deutschland definiert als Breitband alles, was mehr als 512kbit leistet.
Oeh, Moment.. "leisten"? Das ist nämlich keine Leistung, das ist eine Schmach für alle Deutschen, die sehen, wie es im nahegelegenen europäischen Ausland schon 10 Megabit für das selbe Geld gibt. Z.B. Schweden, Norwegen, Finnland...
Liest man auf http://www.europa.eu.int/pol/infso/overviewde.htm (Update: nur noch über archive.org einzusehen - http://web.archive.org/web/20050427102521/http://europa.eu.int/pol/infso/overviewde.htm)
..das ehrgeizige Ziel aufgestellt wurde, die EU bis 2010 zur wettbewerbsfähigsten Wissensgesellschaft auf Erden zu machen. .. so ist bedenklich, ob man es bis 2010 überhaupt schaffen kann - wenn doch solche "Zugpferde" der EU wie Deutschland die Entwicklung eher lähmen als vorantreiben geben. Der Fall des Monopols vor Jaaaaaahren hat nicht viel gebracht. Das Quasi-Telekom-Monopol verzögert immernoch wichtige Entwicklungen.
1998, ISDN war nicht superschnell, wie es die Telekom proklamierte... nein, es war längst veraltet. In den USA gab es seit längerem Kabel-Anschlüsse und die DSL-Technik. In Deutschland hörte man eben noch kein Wort davon. Das mag so manchen an Waschmittelwerbung erinnern, die das derzeitige Waschmittel immer besser darstellt als alle vorherigen Mittel, selbst wenn es offensichtlich nicht stimmen kann.
Liebe EU, ich glaube nicht, dass die Definition von Breitband in Deutschland bis 2010 mindestens 10 Megabit bedeutet. Vor allem nicht, wenn andere Länder weiter ihren Standard erhöhen und Deutschland vergleichbar weit zurückbleibt.
Viel Glück EU, der Durchschnitt machts, was?
Paul

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